Sexismus

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Re: Sexismus

Beitragvon mischa » Mi 19. Jun 2019, 13:42

ich finds halt iwie traurig, dass hier das passiert, was immer passiert wenn flint* personen strukturellen sexismus ansprechen. es wird einfach nicht ernst genommen, auseinander zerlegt, ob es ja auch wirklich so passiert ist, es immer ja mehrere blickwinkel gibt, und ob flint*personen nicht doch zu sensibel sind etc.

für mich ist eines klar, egal um welche strukturelle diskriminierungserfahrung es geht:

wenn eine marginalisierte person sich diskriminiert fühlt ist das so. punkt. aus. da gibt es auch nichts zu diskutieren.

wenn diskirminierte personen von diesen erfahrungen erzählen, soll es ernst genommen werden. menschen sollten sich über ihr eigenes verhalten/machtpositionen etc. gedanken machen und versuchen in situationen unterstützend zu sein und nicht jedes mal so eine kackscheiße abzuziehn.

diese thema, mit dem sich flint*personen halt tagtäglich auseinander setzen müssen ist mühsam und nervenaufreibend und macht mich einfach nur wütend. ich hab mir auch irgendwie gehofft, in einem co-ed sport, einen achtsameren umgang mit solchen themen erwartet. ich bin schon enttäuscht, muss ich sagen.


@felix: es tut mir wirklich soooo leid, dass du dieses theman mit deiner freundin besprechen musst. sarcasm off.
wär ja cool in einer gesellschaft zu leben, in der wir solche themen nicht behandeln müssten, davon sind wir halt aber auch lichtjahre entfernt.
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Re: Sexismus

Beitragvon Jonas » Mi 19. Jun 2019, 16:02

ich lese hier mit, diskutiere aber sehr ungern online über solche Themen. Trotzdem kurz eine Anmerkung von mir, da es hier auch spezifisch um das Beispiel 'Hilfe' bei Reparaturen ging.

als beispiel:
nur ist es, weil es zwischen einem Männer- und einem Frauen-Team passiert ist, sexistisch?

Ich glaube, die betroffenen Spieler in diesem Spiel wären auch mit einem männlichen Team, das ihnen unterlegen ist, so umgegangen.


Als ich das London Beispiel gelesen habe (Beispiel 1), hab ich auch sofort gedacht. hä, das passiert mir auch?. In Wien ist mir zb. mein Reifen geplatzt, weil er zu lange in der Sonne lag. Viele Leute haben mir daraufhin Hilfe angeboten oder sich kommentierend neben mich gestellt. Schließlich sehe ich auch manchmal etwas verplant und ungeschickt aus. Wahrscheinlich passiert das bei mir seltener, als bei flint'personen. Aber der Hauptunterschied ist ein anderer:
Niemand nimmt mir Dinge aus der Hand oder ist in irgendeiner Weise übergriffig. Niemand kommt mir so nah oder beugt sich so aufdringlich übers Rad, dass ich freiwillig das Werkzeug weg lege, um mir ein bisschen Raum zu verschaffen.

Ich glaube das ist der Punkt, den ich auch zunächst nicht gesehen habe. Die Nachfrage, ob Hilfe benötigt wird, ist (wahrscheinlich) in Ordnung. Hilfe ansich ist etwas tolles, wenn sie gebraucht wird. (Shaki ist ja oft die erste, die fachkundig hilfe anbietet.) Aber diese Hilfe muss halt auch gewollt sein und die Erfahrungsberichte von Johanna zeigen, dass oft eben keine Hilfe notwendig war.
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