Sexismus

Willkommen PolospielerInnen!

Re: Sexismus

Beitragvon Jonas » Sa 9. Mär 2019, 19:29

Sexismus am Court und Probleme im Umgang mit weniger fortgeschrittenen Spieler_innen fallen aber sicher in manchen Fällen zusammen oder?
aber es geht um verschiedene Probleme, Felix: Erstens die Rollenverteilung entlang von Geschlechtergrenzen (hier kann man evtl. argumentieren, dass das mit unterschiedlichem Fähigkeitslevel zu erklären ist. Diese Erklärung würde ich aber anzweifeln, da es selbst bei BPV Gegenbeispiele gibt und international sowieso.) und zweitens das Phänomen, dass FLINT* Personen oft sowieso ein niedrigeres Fähigkeitslevel zugeordnet wird bzw. auch oft ein niedrigeres Potential. Diese Zuordnung ist halt subjektiv und von dem Bild beeinflusst, dass "cis-typen" eh am Ende immer besser sind oder sein werden.

ansonsten was dominik sagt :lol:
Benutzeravatar
Jonas
 
Beiträge: 392
Registriert: Fr 16. Dez 2016, 12:38

Re: Sexismus

Beitragvon fausw » Di 12. Mär 2019, 22:24

Wollte in keiner Weise etwas als lächerlich abtun, aber da sind wir schon bei dem Punkt, dass darüber wahrscheinlich besser geredet als geschrieben wird ;-)
Ich bin ernsthaft dafür, dieses Thema zu debattieren - das also bitte nicht falsch verstehen! Ich beteilige mich an dieser Diskussion mit meinem ganz persönlichen Gedanken, was meiner Ansicht nach das Beste ist, was ich tun kann.

Ich möchte nochmal meinen ursprünglichen Punkt aufnehmen:
Eine Person kann einer oder mehreren Gruppen zugeordnet werden - "FLINT*", "Rookie", "Advanced", "Männlich", "dick", "dünn", "motiviert", "geschickt", ...
Ich kann aus meiner Perspektive sagen, dass für mich die sportliche Einteilung beim Bikepolo am meisten zum Tragen kommt. Da BP viele verschiedene Aspekte der Körperlichkeit beinhaltet, spielt das Geschlecht sicher auch eine Rolle, aber klar, bei weitem nicht die Wichtigste. Also ja, ich "klassifiziere" meine MitspielerInnen - in Schnelle, Fehleranfällige, Motivierte und manchmal auch Deppate ;)
Das tue ich aus meiner Perspektive, also meiner Erwartungshaltung und meiner Vorstellung von Sport. Ich glaube, die meisten wissen, dass ich zum "auspowern" zum Polo komme und eigentlich immer 100% gebe - ich kann nicht anders; bin da wie ein Hund wenn ein Ball im Spiel ist. :mrgreen:
Das ganze Off-the-Court finde ich nett und passt für mich, steht für mich aber nicht im Fokus. Ich weiß vom Großteil der Menschen bei BPV nichtmal, was sie arbeiten, geschweige denn irgendwas anderes. Also: Ich komme zum Sport, will mich bewegen und im Bestfall gewinnen. Ich kann mir vorstellen, dass ich dabei manchmal jemandem auf die Füße trete. Shaki war die Einzige, die mir vor ca. 1-2 Jahren mal direktes Feedback gegeben hat, als ich mich aus ihrer Perspektive daneben benommen habe.
Lange Einleitung, aber jetzt komme ich zum eigentlichen Punkt: Ich würde mir wünschen, wenn wir eine sportliche Brille bei der Diskussion aufsetzen. Denn das sind wir: ein Sportverein! Wir können froh sein, eine so hohe Frauenquote zu haben (was eigentlich eher gegen das Sexismus-Problem im Verein spricht als dafür).

Was mir auch gerade noch kommt:
Kann es sein, dass sich die Gefühlswelt zu diesem Thema mit der ganzen "Fastgames-Diskussion" im letzten Sommer wieder etwas verschärft hat? Der Frauenanteil in der Fastgames-Gruppe ist deutlich niedriger als in Gesamt-BPV.

Was ich mir wünsche:
Konkrete Beispiele in der Diskussion. Also welche Situation wurde von wem als sexistisch empfunden? Wenn wir nur allgemein bleiben, drehen wir uns die nächsten Jahre im Kreis. Denn wie die Antworten auf den Ursprungspost zeigen, sind wir eh alle dagegen. Definieren wir Grenzen in dem wir die Situationen erörtern.
Sollte uns das nicht gelingen, muss ich meine weitere Teilnahme an der Diskussion leider aus Zeitgründen einstellen. Denn ich fühle mich grundsätzlich angesprochen, möchte aber genau wissen, was das Problem ist.
Benutzeravatar
fausw
 
Beiträge: 357
Registriert: Fr 10. Apr 2015, 01:20

Vorherige

Zurück zu Bike Polo Austria

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast